AGENDA 21 Filmgespräche: Materia Prima


Termin Details


Materia Prima

„Mit epischen Bildern widmet sich der Dokumentarfilm von Jens Schanze dem neuen Goldrausch. Er beleuchtet verborgene Mechanismen und Dyna-miken globaler Interessen und lokaler Realitäten.“ The Hollywood Reporter Das weltweit größte Lithiumvorkommen befindet sich in den bolivianischen Anden. Die Europäer wollen den Rohstoff, um ihre Automobilindustrie zu ret-ten. Die Bolivianer wollen ihn nutzen, um die Armut zu überwinden. Europä-ische Unternehmer und EU-Diplomaten verhandeln mit der bolivianischen Regierung. Auf dem Land mobilisieren sich zivilgesellschaftliche Gruppen, hauptsächlich von Frauen organisiert. Mit seiner multiperspektivischen Er-zählweise und seinem überwiegend beobachtenden, poetischen Stil bietet der Film einen exklusiven Einblick in die strategischen Verhandlungen der Europäer und beleuchtet die unterschiedlichen Haltungen eines Bauern, ei-ner Lamahirtin, einer Minenwächterin, einer Anwältin, eines Bergarbeiters und einer politischen Aktivistin in Bezug auf die geplante Industrialisierung Boliviens durch ausländische Unternehmen. Voice-over-Zitate aus der Chro-nik von Guamán Poma de Ayala, einem indigenen Zeitzeugen des 16. Jahr-hunderts, eröffnen einen Blick aus der Perspektive der damaligen Bevölke-rung. Aus der Verbindung von Stimmen der Vergangenheit mit Szenen des 21. Jahrhunderts entsteht die Frage: Sind wir bereit zur Dekolonialisierung?

 

 

 

 

 

 

Die Kommentare sind geschlossen.