Zur Demonstation gegen die Deregulierung der Agro-Gentechnik vor der Münchner CSU-Zentrale kamen wieder alle Bündnispartner. In Passau am Aschermittwoch waren noch einige Politiker dem Thema gegenüber aufgeschlossen. Dagegen war die CSU-Leitung in München nicht bereit, mit uns ins Gespräch zu kommen oder gar uns zu empfangen. Wir konnten lediglich unsere Forderungen an der Pforte abgeben in der Hoffnung, dass sie weitergegeben werden. Das versteht die CSU also unter dem Slogan „Näher am Bürger“. Das Thema ist für Parteien sehr unangenehm. Denn die Chemieindustrie, die die Deregulierung der Gentechnik vorantreibt, ist eine der größten Parteispenderinnen der Union. Dafür lässt man schon mal ein Biobauern, Saatgutzüchter und kritische Verbraucher über die Klinge springen nach dem Motto: Es wird schon keiner merken. In Bayern ist der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen gesetzlich verboten. Das interessiert aber Manfred Weber und seine EVP-Fraktion im EU-Parlament und Urula von der Leyen in der EU-Kommission nicht die Bohne. Die Industrielobby schafft an, die Eu-Parlamentarier gehorchen und nehmen dafür die Wahlkampfunterstützung dankend an.


