wir haben es vom italienischen ins deutsche übersetzt. Das Gedicht ist ein Vorgeschmack auf seine Ausstellung über das Thema Flucht, die wir in einer Vernissage im Walter-Hildmann-Haus am 17.3. von 18-20 Uhr zeigen.
Sie möchten uns dazu bringen,
diese dunkle Materie zu lieben,
die unsere Städte mit Hass umhüllt.
Sie möchten, dass die schwarzen Wolken des Krieges
den Himmel verdunkeln und die Banalität des Bösen
im Stammtischgerede triumphiert.
Im Applaus für diejenigen, die ertrinken,
in der Forderung nach mehr Blut auf den Straßen für diejenigen,
die sich der Herrschaft widersetzen.
Sie möchten, dass unsere Herzen nur noch für Geld schlagen
und uns in der Angst vor dem Verlust
der uns zugestandenen Krümel gefangen halten.
So möchten sie uns regieren,
diszipliniert wie ein Volk ohne Blut in den Adern,
während sie selbst, ungestraft in ihren Elfenbeintürmen,
die Menschheit vergewaltigen.
Sie möchten uns einen nach dem anderen verwandeln,
uns dazu bringen, einander zu hassen
und die Bestien zu beneiden,
zu denen sie geworden sind.
Heute hat die Europäische Union für die Schande gestimmt.
Deportationen, Konzentrationslager, mörderische Grenzen.
Dennoch findet die Freiheit Wege, die die Solidarität erweitert.
Mögen tausend Feuer des Widerstands entfacht werden
und in unseren Augen wieder die Sterne der Liebe leuchten.
Francesco Piobbichi

