{"id":10483,"date":"2025-12-03T12:14:12","date_gmt":"2025-12-03T11:14:12","guid":{"rendered":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/?p=10483"},"modified":"2025-12-07T22:46:13","modified_gmt":"2025-12-07T21:46:13","slug":"christiane-luest-im-bundestag-zu-gentechnikfolgen-eingeladen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/?p=10483","title":{"rendered":"Christiane L&uuml;st im Bundestag zu Gentechnikfolgen eingeladen"},"content":{"rendered":"\n<p>Christiane L&uuml;st, Gr&uuml;nderin der Aktion GEN-Klage, wurde am Mittwoch gemeinsam mit ihrem brasilianischen Mitstreiter Prof. Antonio Andrioli vom Bundestagsausschuss f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung in Berlin eingeladen, um &uuml;ber Ihre Eingaben zur Situation der Gentechnik in Deutschland beim UN-Menschenrechtsausschuss zu berichten. Dabei informierte sie den Ausschuss &uuml;ber den Stand der Umsetzung der Aufforderungen der UNO an die deutsche Bundesregierung zu diesem Thema. <\/p>\n\n\n\n<p>Christiane L&uuml;st hat bereits 2 Berichte \u2013 2011 und 2018 \u2013 sowie gemeinsam mit dem Forum gerechter Welthandel 2023 einen Bericht &uuml;ber die menschenrechtlichen Folgen des Mercosur-Abkommens bei der UNO in Genf eingebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>L&uuml;st: \u201eDer UN-Ausschuss forderte politische Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Gesundheitsschutz bei Lebensmitteln, die Gentechnisch ver&auml;nderte Organismen (GVO) enthalten und eine strafrechtliche Haftung deutscher Konzerne (Bayer-Monsanto, BASF etc.) f&uuml;r die verursachten Folgen ihrer Produkte. In Bezug auf Mercosur m&uuml;ssen Menschenrechtsfolgenabsch&auml;tzungen vorgelegt werden. Das gilt auch f&uuml;r Pestizidexporte \u2013 das meiste wird f&uuml;r den Anbau von Gensoja und Genmais in S&uuml;damerika verwendet. Deutschland muss 2026 wieder einen Staatenbericht in Genf einreichen und &uuml;ber den Stand der geforderten Umsetzung berichten. Basis ist der Internationale Pakt f&uuml;r wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte, den auch Deutschland ratifiziert hat \u2013 und sich damit verpflichtet, diesen einzuhalten. Der aktuelle Stand der Diskussion der Deregulierung der Neuen Gentechniken in Br&uuml;ssel verst&ouml;&szlig;t auch gegen das internationale Carthagena Protokoll zum Schutz der biologischen Vielfalt, das verbindliche Regeln zum Umgang mit Gentechnik aufgestellt hat. Eine Studie des BMZ hat festgestellt, dass der EU-Vorschlag auch damit nicht vereinbar ist.\u201c berichtete L&uuml;st. \u201eMit der Einf&uuml;hrung der Gentechnik sind diese Rechte verletzt. In Br&uuml;ssel sollen nun am 3.12.25 Kennzeichnungspflicht, Patentfreiheit usw. wegfallen. Wir reden von einer unwiderruflichen Kontaminierung aller Pflanzen und niemand kennt die Folgen. In vielen L&auml;ndern ist die Ern&auml;hrungssouveranit&auml;t dadurch schon massiv gef&auml;hrdet, wie die UNO jetzt auch in Kolumbien auf Basis unseres aktuellsten Berichtes zum Thema vom Fr&uuml;hjahr 25, festgestellt hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Professor Andrioli berichtete anschlie&szlig;end &uuml;ber die aktuelle Situation und die Erfahrungen mit den in Br&uuml;ssel diskutierten Neuen Gentechniken in Brasilien:<br>\u201eAuch die neuen Gentechniken wie CRISPR CAS sind in Brasilien gefloppt. Klimaresistente Pflanzen funktionieren mit Gentechnik nicht. Wir forschen grad mit den alten Ur-Sorten und haben festgestellt, dass das, was schon immer da war,  am besten klimaresilientest ist, weil diese alten Sorten vor allem so ein gro&szlig;es Wurzelwerk haben (das man nicht mit Pestiziden st&ouml;ren und beeintr&auml;chtigen sollte), dass sie alle anderen Test-Pflanzen \u2013 auch mit Ernteertr&auml;gen \u2013 weit &uuml;berholt haben.<br>So k&ouml;nnen wir Euch in Europa nach unseren langj&auml;hrigen Erfahrungen zu diesen Themen nur warnen, es zuzulassen! Gentechnik ist Gentechnik und Gentechnik ist nicht mehr r&uuml;ckholbar. Die ganzen Probleme, die wir und andere L&auml;nder wie Kanada, Mexiko, Argentinien mit langj&auml;hriger Gentechniknutzung und der nachfolgenden Kontaminierung nun haben, k&ouml;nnt Ihr Euch ersparen! Au&szlig;er den Konzernen (mit Saatgut, Pestiziden und Patenten) wird NIEMAND davon profitieren. Monsanto, das jetzt ein deutsches Problem ist, hat alleine in meinem Bundesland Rio Grande do Sul nur mit Lizenzgeb&uuml;hren bei gentechnisch ver&auml;nderten Saatgut in einem Jahr mehr verdient als das was die Landesregierung in Landwirtschaft investierte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs war eine Stunde angesetzt \u2013 und aufgrund des gro&szlig;en Interesses haben sich die Abgeordneten aller Parteien letztendlich sogar eineinhalb Stunden Zeit f&uuml;r uns genommen.\u201c freute sich L&uuml;st. Sie war seit Beginn ihrer T&auml;tigkeit beim UN-Ausschuss in Genf 2005 schon &ouml;fter zum Austausch in vielen Aussch&uuml;ssen, aber auch in den zust&auml;ndigen Ministerien eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ihr Fazit f&uuml;r die Entscheidung in Br&uuml;ssel:<\/strong><br>\u201eAngesichts der verheerenden Folgen in L&auml;ndern wie Kolumbien, Argentinien, Mexiko, Indien, Kanada und Brasilien sollten wir grade in Europa die erneute Diskussion um Gentechnik umgehend beenden! Wir fordern, dass die Politik dem massiven Druck der Konzerne standh&auml;lt, die Interessen ihrer B&uuml;rger vertritt und internationale Verbindlichkeiten und Gesetze einh&auml;lt! Daf&uuml;r wurde sie gew&auml;hlt! Und Bayern kann langfristig nur gentechnikfrei bleiben (wie gesetzlich vorgeschrieben), wenn Europa gentechnikfrei bleibt. Sollte Europa fallen, wird die Kontaminierung nicht am Wei&szlig;wurst&auml;quator anhalten. Auch dies sollten unsere bayrischen Politiker bei der Abstimmung in Br&uuml;ssel ber&uuml;cksichtigen und unsere bayrische Gesetze dort verteidigen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1536\" src=\"https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10498\" srcset=\"https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025.jpg 2048w, https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-300x225.jpg 300w, https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-768x576.jpg 768w, https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-150x113.jpg 150w, https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-600x450.jpg 600w, https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bundestag-2025-1320x990.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christiane L&uuml;st, Gr&uuml;nderin der Aktion GEN-Klage, wurde am Mittwoch gemeinsam mit ihrem brasilianischen Mitstreiter Prof. Antonio Andrioli vom Bundestagsausschuss f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung in Berlin eingeladen, um &uuml;ber Ihre Eingaben zur Situation der Gentechnik in Deutschland beim UN-Menschenrechtsausschuss zu berichten. 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