{"id":2735,"date":"2015-09-16T09:38:21","date_gmt":"2015-09-16T07:38:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oeko-und-fair.de\/?page_id=2735"},"modified":"2025-01-30T11:56:45","modified_gmt":"2025-01-30T10:56:45","slug":"warum-fairer-handel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/?page_id=2735","title":{"rendered":"warum fair handeln und konsumieren?"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/www.oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Kopie-von-RS59-Fairtrade-Siegel-fuer-hellenHintergund-jpg-300dpi-RGB-300x224.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"267\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Kopie-von-RS59-Fairtrade-Siegel-fuer-hellenHintergund-jpg-300dpi-RGB-300x224-267x300.jpg\" alt=\"Kopie von RS59-Fairtrade-Siegel-fuer-hellenHintergund-jpg-300dpi-RGB-300x224\" class=\"wp-image-2744\" srcset=\"https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Kopie-von-RS59-Fairtrade-Siegel-fuer-hellenHintergund-jpg-300dpi-RGB-300x224-267x300.jpg 267w, https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Kopie-von-RS59-Fairtrade-Siegel-fuer-hellenHintergund-jpg-300dpi-RGB-300x224-619x695.jpg 619w, https:\/\/oeko-und-fair.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Kopie-von-RS59-Fairtrade-Siegel-fuer-hellenHintergund-jpg-300dpi-RGB-300x224.jpg 659w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me &#8211; meist von uns selbst verursacht<\/h3>\n\n\n\n<p>Sie sind vielfach Folge falscher Entwicklungspolitik und unseres &#8222;unfairen&#8220; Konsums und Lebensstils.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst wenn ganz viele Menschen nur noch fair gehandelte Produkte kaufen, gelingt es uns gemeinsam einige der gr&ouml;&szlig;ten Ursachen der Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me &#8211; kein Auskommen mehr im eigenen Land \/ vertrieben von ihrem Land&nbsp; \/ keine M&ouml;glichkeit mehr sich selbst zu ern&auml;hren&nbsp; &#8211;&nbsp; eind&auml;mmen und diese&nbsp; effektiv zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeigen wir ausbeuterischen Konzernen,&nbsp; den Superm&auml;rkten mit ihren &nbsp;zerst&ouml;rerischen Dumpingpreisen (von denen kein Erzeuger leben kann), Banken &nbsp;und R&uuml;stungsindustrie, dass wir das nicht l&auml;nger unterst&uuml;tzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ich bin Konsument&nbsp; &#8211; ich fair&auml;ndere die Welt.<\/h4>\n\n\n\n<p>Erst wenn wir faire Preise zahlen, die den Erzeugern &#8211; ob Landwirten in Deutschland oder in der dritten Welt &#8211; einen ausreichenden Lebensunterhalt garantieren und ihren Kindern einen Schulbesuch erm&ouml;glichen, statt arbeiten zu m&uuml;ssen &#8211; werden Menschen in aller Welt wieder in ihrer Heimat bleiben und auch von dem leben k&ouml;nnen, was sie erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Beispiel Kolumbien \/ Paraguay:<\/h4>\n\n\n\n<p>beide L&auml;nder m&uuml;ssen bereits &uuml;ber 70 % seiner Nahrungsmittel f&uuml;r teures Geld importieren , weil das Ackerland von Gro&szlig;konzernen f&uuml;r den Export den Kleinbauern oft widerrechtlich weggenommen wird. Armut und Hunger steigen, ebenso die Zahlen der Landlosen in den Slums, die mit Waffengewalt von ihrem Land vertrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Afrika hat 53 Staaten und muss in normalen Zeiten bereits f&uuml;r 24 Milliarden Dollar Nahrungsmittel importieren, um seine Bev&ouml;lkerung am Leben zu erhalten. Grund: Sie haben keinen Zugriff mehr auf ihr Land vor Ort zur Selbstversorgung. Das Land wird von ausl&auml;ndischen Investoren aufgekauft und f&uuml;r den Export von Nahrungs- und Futtermitteln nach Europa genutzt (Blumen, Ananas, Palm&ouml;l, Kaffee, Kakao, Bodensch&auml;tze etc.).&nbsp; Aufgrund der Korruption ist Land in gro&szlig;em Stil billigst zu haben und selbst Landtitel der Einheimischen k&ouml;nnen gegen Waffengewalt von Milizen, Milit&auml;r und Polizei nichts ausrichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/b-Y5NXgQ1FI\" width=\"425\" height=\"350\"><\/iframe><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Es geht nicht darum, den Armen mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen!<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Not in Afrika, S&uuml;damerika und S&uuml;dostasien hat ihre Ursache oft bei uns, in der reichen Welt. Die Sklaverei ist offiziell abgeschafft, der Kolonialismus vorbei, aber die Ausbeutung treibt weiterhin Bl&uuml;ten. Der Ressourcen-Reichtum Afrikas versch&auml;rft die prek&auml;re Lage nur noch. Mehr und mehr fruchtbares Ackerland ger&auml;t in die H&auml;nde von Investoren, es n&auml;hrt nicht die Hungrigen, sondern vergr&ouml;&szlig;ert den Reichtum der Gro&szlig;grundbesitzer, der Banken, der reichen Ausl&auml;nder und der m&auml;chtigen Konzerne. Privatarmeen sorgen mit Gewalt, Unterdr&uuml;ckung und Versklavung f&uuml;r p&uuml;nktliche Lieferung in den Westen aber auch nach China. So sind die N&ouml;te der Menschen Afrikas seit 1973 immer gr&ouml;&szlig;er statt kleiner geworden, obwohl wir (die reichen L&auml;nder) uns Jahr f&uuml;r Jahr mehr und mehr aus Afrika herausholen.&#8220; (Heini Staudinger, GEA im Brennstoff Nr. 48)<\/p>\n\n\n\n<p>Saudische Scheichs bauen in &Auml;thiopien auf gepachtetem Land (1 Dollar Jahrespacht pro Hektar) Gem&uuml;se f&uuml;r den Export nach Skandinavien oder Arabien an.&nbsp; Die Einheimischen werden von ihrem Ackerland mit Gewalt vertrieben &#8211; das Trinkwasser vom Victoriasee in Kenia wird f&uuml;r den Anbau der Blumen dort f&uuml;r den Export nach Deutschland gebraucht. Die Einheimischen m&uuml;ssen Wasser teuer in der (importierten) Plastikflasche kaufen, weil f&uuml;r sie kein genie&szlig;bares Wasser mehr bleibt. Das Dilemma hat auch schon Europa erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Europ&auml;ische Verbraucher akzeptieren leider nur &#8222;Billig&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Almeria\/Spanien&nbsp; ist f&uuml;r die Einheimischen sauberes, aber unbezahlbares Wasser ebenfalls nur noch im Supermarkt zu kaufen, weil dort illegale F&uuml;chtlinge aus Afrika zu Dumpingpreisen Gem&uuml;se f&uuml;r Europa produzieren. Das ehemalige Trinkwasser aus der Sierra Nevada versickert und verdunstet in den irrsinnigen Gew&auml;chshauslandschaften Andalusiens. Spanien hat u.a. deswegen die h&ouml;chste Jugendarbeitslosigkeit Europas, weil ihre Mindestl&ouml;hne in der Landwirtschaft die Gem&uuml;sepreise in den Superm&auml;rkten steigen liesse.Unser Einkauf im Discounter ist direkt f&uuml;r die Arbeitslosigkeit in Spanien und Sizilien verantwortlich. Traditionelle M&auml;rkte, wei der Zitronen- und Orangenanbau in Sizilien brechen mit allen sozialen Folgen zusammen, weil weltmarktbeherrschende Konzerne wie Coca Cola und Pepsi in Brasilien viel billiger einkaufen als in S&uuml;deuropa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/hy37aj6C5mQ\" width=\"425\" height=\"350\"><\/iframe><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Unsere Entwicklungshilfe ist eine Farce<\/h4>\n\n\n\n<p>Afrika <strong>bekommt nur 30 Milliarden<\/strong> Dollar an Hilfszahlungen von reichen Staaten. Aber Afrika zahlt oder verliert:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8211; 21 Milliarden Dollar f&uuml;r Schuldendienst \/ verantwortungslose Kredite (Verdiener: unsere Banken)<\/li>\n\n\n\n<li>&#8211; 46,3 Milliarden Gewinn gemacht von mulitnationalen Konzernen<\/li>\n\n\n\n<li>&#8211; 3 Milliarden f&uuml;r &Uuml;berweisungsgeb&uuml;hren aller Art<\/li>\n\n\n\n<li>&#8211; 17 Milliarden Dollar f&uuml;r illegale Abholzungen<\/li>\n\n\n\n<li>&#8211; 35,3 Milliarden Dollar durch Steuerflucht, erleichtert durch Steuerparadiese<\/li>\n\n\n\n<li>&#8211; 6 Milliarden Dollar f&uuml;r Fachkr&auml;fte in Medizin und anderen Fachbereichen<\/li>\n\n\n\n<li>&#8211; 36,6 Milliarden f&uuml;r Sch&auml;den durch Klimawandel<\/li>\n\n\n\n<li>&#8211; 25,4 Milliarden f&uuml;r Kredite von anderen Staaten<\/li>\n\n\n\n<li>&#8211; 1,3 Milliarden f&uuml;r illegalen Fischfang<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Afrika<strong> zahlt oder verliert pro Jahr 192 Milliarden Dollar<\/strong>. (Heini Staudinger, Gea im Brennstoff Nr. 48)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Afrika w&auml;re eigentlich ein reiches Land, wenn das Geld im Kontinent bliebe und nicht nach Europa, China und anderswo flie&szlig;en w&uuml;rde&#8230;<\/h4>\n\n\n\n<p>Fairer Handel verhindert Ausbeutung, Sklaverei, Landraub, Vernichtung und Verschwendung von Ressourcen, Umweltzerst&ouml;rung, Klimawandel<\/p>\n\n\n\n<p>Fairer Handel erm&ouml;glicht Arbeit, L&ouml;hne, Selbstversorgung, medizinische Versorgung, Schulbildung, nachhaltige Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ausbeutung sichtbar machen!<\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/nzAmh42u70k\">https:\/\/youtu.be\/nzAmh42u70k<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me &#8211; meist von uns selbst verursacht Sie sind vielfach Folge falscher Entwicklungspolitik und unseres &#8222;unfairen&#8220; Konsums und Lebensstils. Erst wenn ganz viele Menschen nur noch fair gehandelte Produkte kaufen, gelingt es uns gemeinsam einige der gr&ouml;&szlig;ten Ursachen der Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me &#8211; kein Auskommen mehr im eigenen Land \/ vertrieben von ihrem Land&nbsp; \/ keine M&ouml;glichkeit mehr sich selbst zu ern&auml;hren&nbsp; &#8211;&nbsp; eind&auml;mmen und diese&nbsp; effektiv zu reduzieren. Zeigen wir ausbeuterischen Konzernen,&nbsp; den Superm&auml;rkten mit ihren\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/oeko-und-fair.de\/?page_id=2735\"><span>weiterlesen&#8230;<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2735","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2735"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2735\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9982,"href":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2735\/revisions\/9982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/oeko-und-fair.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}